Alexander Gergelyfi

Alexander Gergelyfi
Alexander Gergelyfi, © Dan Safier, Berlin

Der in Linz an der Donau geborene Alexander Gergelyfi studierte Historische Tasteninstrumente und Aufführungspraxis der Alten Musik in Linz, Graz und Straßburg. Zu seinen Professor*innen zählten August Humer, Brett Leighton, Eva Maria Pollerus, Michael Hell, Konstanze Rieckh und Aline Zylberajch. Sein Masterstudium absolvierte Gergelyfi bei Menno van Delft an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, an der er gemeinsam mit Gerhart Darmstadt das Barocke Kammerorchester der Hochschule initiierte. In Hamburg-Alsterdorf war er außerdem als Organist in der Kirche St. Nicolaus tätig.

Mit dem von Alexander Gergelyfi gegründeten Hamburger Ensemble Eine glückliche Melange wurden 2014 unter anderem die Videos zur Carl Philipp Emanuel Bach-Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg eingespielt. Von 2014 bis 2017 war Gergelyfi Mitglied des Berliner Ensembles nexus baroque (Preisträger York Early Music International Young Artists Competition 2015 und doppelter Preisträger XVII. Biagio-Marini-Wettbewerb in Neuburg an der Donau 2016). Weiters ist er Mitglied des Ensembles Verbotene Frucht (Preisträger Konzertkonzeptwettbewerb Masefield-Preis der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. Hamburg 2015) und dem von ihm und dem Violinisten Thomas Reif geleiteten Breath of Zephyr. Mit il Gusto Barocco, dem Stuttgarter Barockorchester, ist Gergelyfi regelmäßig am Nationaltheater Mannheim und auf diversen einschlägigen Musikfestivals zu hören. In den Spielzeiten 2016/17 und 2017/18 betreute er als musikalischer Assistent zwei Opernproduktionen des Monteverdi-Zyklus am Nationaltheater Mannheim. Mehrere Aufnahmen dokumentieren sein Schaffen.

Seit Herbst 2016 geht Alexander Gergelyfi mit viel Freude und Elan einer Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden nach. Zudem unterrichtet er seit 2017 an der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie seit 2018 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Neben seiner Lehrtätigkeit ist Gergelyfi als freischaffender Cembalist tätig. Seine besondere Aufmerksamkeit gilt unkonventionelleren Kompositionen alter Meister, der Norddeutschen Claviermusik sowie der stilgebundenen Improvisation. Interesse hegt er ebenso an der historischen Aufführungspraxis und Quellenkunde des Generalbassspieles, um die damit verbundenen stilistischen Unterschiede und Eigenheiten hörbar zu machen.

Alexander Gergelyfi lebt mit seiner kleinen Familie in Süddeutschland, in Wien und im Moment.